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Markt Bechhofen

Hauptversammlung der BRK-Bereitschaft

Artikel vom 19.09.2022

Bechhofen – Die Folgen der Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine beschäftigen die ganze Welt, prägten aber auch unmittelbar die Arbeit der Rot-Kreuz-Bereitschaft in Bechhofen. Dies war der Tenor der diesjährigen Hauptversammlung des Rettungsdienstes. So bezog sich der Berichtszeitraum auf die Jahre 2020 und 2021, da im vergangenen Jahr aufgrund der Kontaktbeschränkungen keine Versammlung durchgeführt werden konnte. In seinem Vortrag zeigte sich der Bereitschaftsleiter Christian Hückelkamp über die Maßen erfreut, dass die Bechhöfer Abteilung in den vergangenen beiden Jahren 28 neue Ehrenamtliche gewinnen konnte. In seinem Tätigkeitsbericht erwähnte er unter anderem, dass für die Sanierung des Rot-Kreuz-Heims 14 Helfer insgesamt 1435 Stunden ehrenamtlich geleistet hätten. Auch zur Flutkatastrophe im Ahrtal habe die Bechhöfer Bereitschaft Helfer entsandt. Hückelkamp dankte der Marktgemeinde, die mit der Sanierung des Gehwegs in der Caspar-Bühler-Straße für einen barrierefreien Zugang zum Gelände des Roten Kreuzes gesorgt hätte. Jonathan Roth wurde zum zweiten stellvertretenden Bereitschaftsleiter ernannt. Für den Blutspendedienst berichtete Karin Wirth. Im Jahr 2021 seien bei acht Terminen in Bechhofen, Arberg und Wieseth 723 Blutspender betreut worden. Eine besondere Herausforderung habe in den sich häufig ändernden coronabedingten Auflagen bestanden.  Aus der Arbeit des Jugendrotkreuzes berichtete Melanie Katz-Präger: Bei den Gruppenstunden kämen bis zu  18 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Aufgrund Personalmangels sei es derzeit jedoch nicht möglich, eine Jugendgruppe zu organisieren.  Als Vertreterin des Seniorenkreises berichtete Alexandra Lechner aus dessen Programm. Für ältere Generation sei die Phase der Kontaktbeschränkungen sehr schwierig gewesen. Der Mangel an Begegnungen und die daraus folgende Einsamkeit hätte viele der Mitglieder schwer bedrückt. Umso freudiger seien die nun wieder möglichen Treffen besucht worden. Michael Strehl als Wachleiter dankte der Bereitschaft für die gedeihliche Zusammenarbeit. In ihrem Grußwort drückte die Kreisvorsitzenden Anna-Maria Wöhl über das neu gestaltete BRK-Domizil aus. Die neue Wache und das generalsanierte BRK-Heim waren im Mai 2022 eingeweiht worden (die FLZ berichtete). Oliver Pockberger vom Fachdienst Verpflegung lobte das Engagement der neuen ukrainischen Bereitschaftsmitglieder. Sie hätten trotz bestehender Sprachbarrieren hochmotiviert die Arbeit des BRK bei den Festivals in Rothenburg und Dinkelsbühl unterstützt. Bernd Kober sprach gleich in einer Doppelfunktion: Als zweiter Bürgermeister des Marktes Bechhofen und als Vorsitzender des Fördervereins des Rettungsdienstes. Er lobte die Rot-Kreuz-Bereitschaft als wichtigen Baustein im sozialen Leben von Bechhofen. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass heuer der einst vom Jugendrotkreuz ins Leben gerufene Weihnachtsmarkt der Vereine wieder ohne Einschränkungen stattfinden könne. Dem Förderverein sei es bei verschiedenen Veranstaltungen gelungen, neue Mitglieder zu werben. Schließlich hob er besonders das Engagement von Rotem Kreuz und Feuerwehr bei der Hilfe für die in der Marktgemeinde angekommenen Flüchtlinge aus der Ukraine hervor. So finde zum Beispiel werktags in den Räumen der Bereitschaft ein Deutschkurs statt. Feuerwehrkommandant Joachim Lechner hob ebenfalls die intensive Zusammenarbeit der beiden Organisationen hervor und erinnerte an die Monate März und April, wo es beinahe täglich galt, Möbel zu transportieren und Wohnungen einzurichten. Für langjährige Mitgliedschaft in der Bereitschaft wurden Matthias Teichmann (25 Jahre), Bernd Kober (40 Jahre) und Karl Rößle (55 Jahre) geehrt. Im Anschluss an die Versammlung fand ein Helferessen statt, zu dem die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bechhofen geladen waren: Die Bereitschaft bedankte sich damit für die Beteiligung am Rot-Kreuz-Tag im Mai.

Text + Foto: Johannes Flierl

 
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