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Neuauflage der Lichternacht im kleinen Rahmen

Artikel vom 24.11.2022

Über viele Jahre war die Lichternacht ein Anziehungspunkt für Besucher aus der Region gewesen: Zahlreiche Gewerbetreibende und Institutionen der Marktgemeinde boten über den ganzen Ort verteilt Gaumenfreuden und besondere Aktionen an. Seinen speziellen Reiz hatte diese immer am Tag vor dem Totensonntag stattfindende Veranstaltung durch die Illumination mit Kerzen.

Die Straßenbeleuchtung wurde eigens an der Lichternacht abgestellt, sodass vor allem Kinder gerne mit ihren Laternen unterwegs waren. Doch nachdem der Bund der Selbstständigen keine Vorstandschaft mehr gefunden hatte und seitdem ruht, schien das Schicksal der Lichternacht besiegelt. In den beiden Jahren der pandemiebedingten Beschränkungen stellte sich ohnehin nicht die Frage nach einer besucherstarken Veranstaltung. Doch heuer fanden sich einige Akteure recht spontan zusammen, um eine „Mini-Lichternacht“ ins Werk zu setzen – freilich in viel geringerem Umfang als seinerzeit.

Laut Bürgermeister Helmut Schnotz ging der Impuls zur kleinen Neuauflage vom Museumsverein um seinen Geschäftsführer Hans Zahn aus. Schnell hätten sich weitere Mitstreiter aus dem vormaligen Teilnehmerkreis gefunden, so das Gemeindeoberhaupt. Insgesamt konnten die Besucherinnen und Besucher an zehn Stationen in Bechhofen den Geist der früheren Lichternacht atmen – wenngleich auch Stimmen zu hören waren, die es bedauerten, dass diesmal die Straßenbeleuchtung nicht ausgeschaltet worden war. Neben den Klassikern wie Glühwein und Bratwurst konnte auch verschiedenes Gebäck erworben und Blumenschmuck bestaunt werden. Mit dem Förderverein des Kindergartens St. Martin und Regens Wagner Offene Hilfen waren auch zwei soziale Institutionen an Bord.

Ein besonderer Programmpunkt war der Auftritt der „Ukrainischen Freunde“. Unter diesem Namen präsentierte eine Gruppe mit Menschen aus dem kriegsgeschüttelten Land die Kultur ihrer Heimat: Unter anderem wurden Weihnachtsgesang und ein Lichtertheater den Zuschauern auf dem Areal des Pinselmuseums geboten. Viele Menschen zeigten sich zufrieden mit der Mini-Lichternacht und ließen sich durch den Nieselregen nicht stören. Sie gaben jedoch ihrer Hoffnung Ausdruck, dass die Veranstaltung in Zukunft wieder in der bewährten früheren Form stattfinden wird und Bechhofen an einem Tag im Jahr einzig durch Laternen erhellt werden wird.

Text: Johannes Flierl