Streuobsttag am Marktplatz

icon.crdate02.10.2026
Sortenbestimmung von Äpfeln und Birnen - mobile Saftpresse vor Ort
Ganz im Zeichen von Apfel und Birne stand am vergangenen Wochenende die Marktgemeinde.
Am Sonntag wurde auf dem Marktplatz zum ersten Mal der Streuobsttag begangen. Verantwortlich dafür zeichnete der Landschaftspflegeverband Mittelfranken und der gemeindliche Streuobstpfleger Jürgen Oeder aus Thann. Tatkräftig wurde er dabei von dem Obst- und Gartenbauverein Bechhofen unter der Führung von dessen Vorsitzendem Ewald Baumgärtner unterstützt
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Sortenbestimmung von Äpfeln und Birnen durch den erfahrenen Pomologen Hans-Joachim Bannier. Besucherinnen und Besucher konnten ihre Früchte auch ohne vorherige Anmeldung bestimmen lassen. Für die Bestimmung wurden je Sorte drei gesunde Früchte von der Sonnenseite des Baumes benötigt. Als Nachweis stellte Bannier ein Sortenzertifikat aus.
Bei Obst aus dem Markt Bechhofen sollten zusätzlich die Adresse sowie Flur- und Baumnummer angegeben werden, damit die Sorten eindeutig erfasst werden konnten.
Der Landschaftspflegeverband informierte über Fördermöglichkeiten für die Pflanzung und Pflege von Streuobstbeständen. Außerdem gab es Hinweise zu konkreten Pflanz- und Pflegemaßnahmen im Markt Bechhofen sowie zur Baumwartausbildung in Triesdorf.
Für das leibliche Wohl sorgten ein kleiner Mittagstisch, vegetarische Speisen, Kaffee und Kuchen vom OGV Bechhofen sowie Streuobstgetränke der Marke „hesselberger“. Ein Familien- und Kinderprogramm mit Apfelschnappen, Gewichtschätzen, einem 3D-Baumstammpuzzle und einem Streuobstquiz rundete die Veranstaltung ab. Besonders beliebt war das Saftpressen von Hand, bei dem Familien ihr eigenes Obst verarbeiten konnten. Bei den Wettbewerben gab es kleine und große Preise zu gewinnen.
Bereits tags zuvor war eine mobile Saftpresse vor Ort, wo man die eigenen Früchte anliefern konnte. Hier tat sich insbesondere der OGV Bechhofen beim Auf- und Abbau hervor.
Auch den an diesem Wochenende anwesenden Gästen aus der französischen Partnerstadt Le Blanc wurde das Projekt der Fränkischen Moststraße vorgestellt. Hierzu war neben dem Vorsitzenden des Landschaftspflegeverband Norbert Metz die Apfelprinzessin Noemi I. im Jugendheim Großenried zugegen. Unterstützt wurden beide von Sandra Reichert, die für die Fränkische Moststraße tätig ist. Kenntnisreich stellte Metz den französischen Gästen das Projekt rund um die regionale Streuobstkultur vor.
Besondere Beachtung fand, dass er mit viel Detailwissen Bezüge zur französischen Tradition der Obstverwertung herstellte. Den Gästen wurden Proben von Apfel- und Birnensäften gereicht – ebenso wurden verschiedene alkoholische Produkte der „hesselberger“-Marke verkostet. Zu jedem Gläschen erfuhren die Gäste einiges zu Geschmack und Herstellung des ausgeschenkten Getränks. Spontan wurde die Apfelprinzessin Noemi dazu eingeladen, die Produkte der Fränkischen Moststraße im kommenden Jahr in Le Blanc vorzustellen. Denn auch die Gegend um die Bechhöfer Partnerstadt hat eine reiche Tradition an Obstanbau und – verwertung. Ganz besonders steht dort der Kirschgeist im Fokus.
Foto/Text: Johannes Flierl



