Bechhofen gestern, heute und morgen
Im Rahmen einer gut besuchten Vernissage wurde die neueste Ausstellung des Foto- und Filmclubs Bechhofen in den Räumen der Sparkasse eröffnet.
Die Schau „Bechhofen im Wandel“ lädt zu einer virtuellen Zeitreise an zwölf markante Orte der Marktgemeinde ein. Jeder dieser Punkte wird in einer dreiteiligen Bilderserie dargestellt: eine historische Fotografie, eine aktuelle Aufnahme aus der möglichst identischen Perspektive und eine mittels künstlicher Intelligenz erstellte Zukunftsvision. Dabei wird bewusst auf Kontraste gesetzt: Mal entstehen wünschenswerte Bilder, mal erscheinen erschreckende Dystopien. Den Betrachtenden sollen diese vermeintlichen Spielereien zum Nachdenken über Entwicklungen anregen, die ihren Ausgang in unseren Tagen nehmen können.
Laut dem FFC Bechhofen werde gerade mit den Zukunftsbildern der Versuch unternommen, „ein tieferes Bewusstsein für die kommenden ökologischen, ökonomischen und sozialen Veränderungen anzustoßen“. Andreas Toltz, der den erkrankten FFC-Vorsitzenden Oliver von Guerard, bei der Vernissage vertrat, meinte hierzu: „Eine positive und nachhaltige Entwicklung unserer Umgebung beginnt mit verantwortungsbewussten Entscheidungen, die wir im Hier und Jetzt treffen.“
Er dankte der Sparkasse, in deren Räumen die Schau nun zwei Wochen zu den üblichen Öffnungstzeiten zu sehen sein wird, bevor sie ins Bechhöfer Rathaus übersiedelt. Dort wird sie im Korridor zu besichtigen sein. Dank der VR-Bank im südlichen Franken e.G. und Marktgemeinde Bechhofen hätten Bilderrahmen angeschafft werden können, die den Brandschutzvorschriften des Rathauses Genüge täten.
Die musikalische Umrahmung der Vernissage übernahm Christoph Potzler von den Swinging Harmonists, der einige seiner Lieblingslieder zum Besten gab. Für die Marktgemeinde Bechhofen sprach deren Zweiter Bürgermeister Martin Günther. Er bekannte hinsichtlich der historischen Fotografien, dass diese eine „emotional berührende Zeitreise“ seien. Er erinnerte dabei exemplarisch an die Geschichte des Sparkassengebäudes: Es steht auf dem Platz, wo einst die altehrwürdige Turnhalle des TSV Bechhofen ihren Platz hatte. Ob in ferner Zukunft hier weiter ein Kreditinstitut stehen werde, hätten die Bürger der Marktgemeinde in der Hand: Die Menschen entschieden durch Tun und Unterlassen, welche Gewerbezweige vor Ort eine Zukunft hätten. Denn die Heimatgemeinde sei kein starres Gebilde, sondern sie lebe, atme und verändere sich jeden Tag. Martin Günther rief die Betrachter dazu auf, die Bilder auf sich wirken zu lassen, Erinnerungen auszutauschen und über die Zukunft „unseres gemeinsamen Zuhauses“ zu diskutieren.
Dies setzten die zahlreich erschienen Besucher sogleich um: An allen Tafeln entsponnen sich sogleich Diskussionen über die Fragen, wie wir in Zukunft wohnen, arbeiten und uns fortbewegen wollen. Zugleich schwelgten die Gäste angesichts der alten Fotos in Erinnerungen an vergangene Tage. Am Rande der Veranstaltung warb der FFC Bechhofen für sein Vereinsleben. Es war zu erfahren, dass die aktuellen Fotomotive der Ausstellung bei einem gemeinsamen „Photowalk“ entstanden seien. Die Clubmitglieder seien neuen Techniken gegenüber äußerst aufgeschlossen, wie Andreas Toltz verriet. So arbeite man etwa mit Drohnen und diversen Computerprogrammen. Der nächste öffentliche Clubabend wird am 6.10. um 19:00 Uhr in den Räumlichkeiten der Firma Kundner in der Eisenbahnstraße stattfinden – Interessenten seien hierzu herzlich willkommen.
Foto/Text: Johannes Flierl








