Wenn der unverwechselbare Sound von Zweitaktmotoren durch die Straßen hallt und eine blaue Wolke in der Luft liegt, dann ist es Frühling in der Pinselgemeinde.
Am vergangenen Sonntag, dem 19. April, luden die örtlichen Museen zum „Anrollern“ ein. Trotz eines wechselhaften Starts ließen sich die Enthusiasten die Laune nicht verderben.
Regenponcho statt Sonnenbrille zum Start
Die Wettergötter machten es den Teilnehmern anfangs nicht leicht. Pünktlich zum Start in Bechhofen öffnete der Himmel seine Schleusen. Doch echte Vespisti kennen kein schlechtes Wetter:
Insgesamt 23 Teilnehmer, überwiegend auf liebevoll gepflegten Vespa-Rollern, versammelten sich zur gemeinsamen Ausfahrt.
Die Route führte den Tross zunächst über Burk und Großohrenbronn nach Dürrwangen. Pünktlich zur Ankunft am Etappenziel in Dinkelsbühl gab sich das April-Wetter von seiner besten Seite.
Die Regenwolken verzogen sich, und die Sonne begleitete die Gruppe bei der Einfahrt in die historische Altstadt.
Dolce Vita in Dinkelsbühl
Was passt besser zu einer italienischen Stilikone als eine originale Pizza?
In Dinkelsbühl kehrte die Gruppe in eine Pizzeria ein, um sich für die zweite Tageshälfte zu stärken. Bei Benzingesprächen und Fachsimpeleien über Vergaser und Karosserieformen trockneten die Sitzbänke der Roller in der Mittagssonne.
Die Rückfahrt bot dann Fahrspaß pur. Über Haslach, Langfurth und Beyerberg schlängelte sich die bunte Kolonne durch die erwachende Frühlingslandschaft zurück in Richtung Ausgangspunkt.
Kultur und Kulinarik zwischen den Museen
Zurück in Bechhofen wartete noch ein Highlight auf die Fahrer und interessierte Besucher. Im idyllischen Innenhof zwischen den Museen war eine Kaffeetafel gedeckt. Organisiert wurde die Veranstaltung gemeinschaftlich durch das Deutsche Pinsel- und Bürstenmuseum, das Museum wiegen & messen, sowie von Theo Däschlein der mit seiner Vespa-Ausstellung noch einige zusätzliche Besucher anlockte.
Während die Teilnehmer bei Kaffee und hausgemachtem Kuchen die Tour Revue passieren ließen, gab es die Gelegenheit zur Kultur. Viele nutzten die Pause, um einen Blick in die Museen zu werfen oder die beeindruckenden Exponate der Vespa-Sammlung von Theo Däschlein zu bewundern, die perfekt auf den Tag einstimmte.
Am Ende waren sich alle einig: Der kurze Regenschauer am Morgen war schnell vergessen, die Gemeinschaft und die Freude am gemeinsamen Hobby standen im Vordergrund. Die Rollersaison in der Region ist damit offiziell und gebührend eröffnet.





