Gemeinsames Engagement der VR Bank im südlichen Franken eG und der Mittelschule Bechhofen
Seit mittlerweile 30 Jahren gehört die finanzielle Bildung zum festen Bestandteil der Abschlussklassen der Mittelschule Bechhofen. Was 1996 als kleine Unterrichtseinheit in Zusammenarbeit mit der damaligen Volksbank Bechhofen begann, hat sich über die Jahre zu einem bedeutenden und nachhaltig wirksamen Projekt entwickelt.
Schon früh erkannte man, wie bereichernd externe Partner für den Schulalltag sein können und wie viel Vielfalt die Öffnung nach außen mit sich bringt. Daher war die Hürde nicht groß für den damals jungen Bankmitarbeiter Herbert Hentschel, der 1996 mit der Idee an die Schule herantrat, ein Unterrichtskonzept zu entwickeln, das jungen Menschen die Grundlagen des Geldmanagements näherbringen sollte – verständlich, lebensnah und vor allem praxistauglich. Der verantwortungsvolle Umgang mit Geld ist damals wie heute ein Thema von hoher gesellschaftlicher Relevanz.
Vom Folienprojektor zum modernen Unterricht
Mit viel Herzblut entwickelte Herr Hentschel einen Unterricht, der anfangs noch mittels Folien und Tageslichtprojektor durchgeführt wurde. Schon bald ergänzte ein Film über den demografischen Wandel die Unterrichtseinheit – ein Thema, das bis heute nichts an Aktualität verloren hat.
Die Inhalte wuchsen Jahr für Jahr, wurden erweitert, modernisiert und konsequent an die Lebensrealität der Jugendlichen angepasst. Mittlerweile benötigen die Klassen zwei Schulstunden, um die Themen gemeinsam zu erarbeiten. Besonders beliebt ist dabei jener Satz von Herrn Hentschel, der bei vielen Schulabgängern ein Schmunzeln hervorruft:
„Am Ende des Geldes ist viel Monat übrig.“
Über 1.500 Schülerinnen und Schüler erreicht
In den vergangenen drei Jahrzehnten haben rund 1.500 Jugendliche an der Unterrichtseinheit teilgenommen. Aus den Schulbesuchen entwickelten sich im Laufe der Zeit sogar Praktika und schließlich auch zwei Ausbildungsverhältnisse bei der VR Bank im südlichen Franken eG. Ein besonderes Erlebnis war es, als eine ehemalige Schülerin – inzwischen Bankauszubildende – gemeinsam mit Herrn Hentschel vor ihrer früheren Klassenleitung unterrichtete.
Lehrkräfte berichten regelmäßig, dass die Schülerinnen und Schüler nach dem Besuch deutlich sicherer im Umgang mit Verträgen, ihrem ersten Gehalt oder dem Thema Kontoführung sind. Viele äußern spontan:
„Jetzt weiß ich endlich, wie das wirklich funktioniert!“
30 Jahre Engagement: Ein Gespräch mit Herbert Hentschel
Wie kommt es, dass Sie nach 30 Jahren noch immer mit derselben Begeisterung unterrichten?
- „Von Anfang an hat mir die Arbeit mit jungen Menschen Spaß gemacht. Und es ist für mich eine große Bestätigung, dass dieses Projekt auch nach drei Jahrzehnten so gut angenommen wird.“
Ist finanzielle Bildung heute wichtiger als früher?
- „Ich würde nicht sagen wichtiger – aber definitiv anders. Die Zeiten ändern sich, die Anforderungen auch. Deshalb habe ich meinen Unterricht immer weiterentwickelt.“
Lehrer und Schüler freuen sich jedes Jahr auf Ihre Unterrichtsstunden. Woran liegt das?
- „Wir erarbeiten alles gemeinsam. Keine langen Monologe, sondern echte Gespräche. Die Jugendlichen spüren, dass es um ihr Leben geht – um ihren Lohn, ihre Zukunft, ihre Entscheidungen. Und Spaß gehört unbedingt dazu.“
Ihr Fazit nach 30 Jahren?
- „Es macht mir bis heute riesige Freude, mit den Abschlussklassen zu arbeiten. Finanzielle Bildung gehört zur Allgemeinbildung und bereitet die jungen Menschen optimal auf ihren nächsten Lebensabschnitt vor. Ich danke der Mittelschule Bechhofen, allen Lehrkräften und meinem Arbeitgeber. Sie alle haben diese Arbeit ermöglicht und unterstützt. Ich hoffe, dass wir dieses wertvolle Projekt noch viele Jahre fortführen können.“
Stimmen aus dem Kollegium – O Töne der Abschlusslehrkräfte
Wie erleben Sie die Wirkung des Unterrichtsmodells „Finanzielle Bildung“?
- „Die Schülerinnen und Schüler sind unglaublich aufmerksam. Man merkt richtig, wie sie verstehen, dass das alles etwas mit ihrem echten Leben zu tun hat.“ – Klassenleiterin der 9. Klasse
Warum ist die Zusammenarbeit mit der VR Bank und besonders mit Herrn Hentschel ein Mehrwert?
- „Herr Hentschel schafft es, komplexe Themen verständlich, humorvoll und absolut praxisnah zu vermitteln. Für unsere Abschlussklassen ist das jedes Jahr ein Highlight.“ – Klassenlehrkraft einer 10 M Klasse
Welche Rückmeldungen kommen von den Schülern?
- „Viele sagen, dass sie sich zum ersten Mal sicher fühlen, wenn es um Konto, Lohn oder Verträge geht. Das zeigt, wie wichtig dieser Unterricht ist.“ – Klassenlehrerin einer 10M Klasse
Rektor G. Bräunlein: Ein Dank an 30 Jahre Zusammenarbeit
„Finanzielle Bildung ist heute wichtiger denn je. Wir freuen uns sehr über die jahrzehntelange Zusammenarbeit mit der VR Bank im südlichen Franken eG und insbesondere mit Herrn Hentschel. Die Partnerschaft geht weit über die Unterrichtseinheiten hinaus: jährliche Malwettbewerbe, ein sehr erfolgreiches Crowdfunding-Projekt, unser jährlicher Weihnachtsbaum sowie Rosen und Mappen für unsere Abschlussschülerinnen und -schüler zählen zu den großzügigen Beiträgen. Wir hoffen, dieses wertvolle Angebot noch viele weitere Jahre gemeinsam fortführen zu können.“
Ein Jubiläum, das zeigt, wie viel möglich ist
Wenn Schule und Wirtschaft zusammenarbeiten, profitieren alle – vor allem die jungen Menschen, die gut vorbereitet in ihren nächsten Lebensabschnitt starten.
Bechhofen im März 2026. Susanne Früh im Gespräch mit Herbert Hentschel.




