Generationswechsel bei der FFW Heinersdorf
Die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Heinersdorf stellte in diesem Jahr einen historischen Wendepunkt in der Feuerwehrgeschichte des Dorfes dar.
Der scheidende erste Vorsitzende Jürgen Beck konnte neben den zahlreichen Mitgliedern auch mehrere Ehrengäste begrüßen: Kreisbrandinspektor Holger Frohwieser, Kreisbrandmeister Jörg Lehmeyer sowie den Zweiten Bürgermeister der Marktgemeinde Bechhofen, Martin Günther, die in ihren Grußworten die Bedeutung der Wehr für die Sicherheit und das soziale Gefüge im Dorf betonten.
In seinem Rückblick auf das Jahr 2025 berichtete Beck von einem regen Vereinsleben und gab einen Ausblick auf die bereits geplanten Aktivitäten für das laufende Jahr. Auch der erste Kommandant Robert Lacher zog eine positive Bilanz über den aktiven Dienst: Die derzeit 22 aktiven Männer und Frauen absolvierten im vergangenen Jahr zwölf Schulungen und Übungen und beteiligten sich zudem an der großen Katastrophenschutzübung der Marktgemeinde Bechhofen. Ernst wurde es für die Einsatzkräfte bei einem Kleinbrand im Wald bei Fröschau. Für das Jahr 2026 kündigte Lacher erneut zwölf Übungen an, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Abschluss der laufenden MTA-Ausbildung liegen wird. Kassier Heinz Ortner konnte trotz einer geringfügigen Guthabenminderung im vergangenen Jahr von einer weiterhin soliden und stabilen Finanzlage der Wehr berichten.
Der zentrale Punkt der Versammlung waren die Neuwahlen, die einen umfassenden personellen Umbruch einleiteten. In großer Einmütigkeit wurden alle Ergebnisse einstimmig beschlossen: Florian Jäkel übernimmt künftig das Amt des ersten Kommandanten. Dominik Lacher wurde zum zweiten Kommandanten gewählt und bekleidet zudem in Personalunion das Amt des ersten Vereinsvorsitzenden. Die neue Führungsriege wird durch den zweiten Vorsitzenden Tobias Schöppler, Schriftführerin Sandra Pfeiffer und Kassier Thomas Achinger komplettiert. Als Kassenprüferinnen fungieren künftig Tonya Lacher und Corina Emmendörfer.
Damit verbunden war die feierliche Verabschiedung verdienter Persönlichkeiten, die über Jahrzehnte hinweg die Geschicke der Feuerwehr gelenkt hatten. Neben dem zweiten Vorsitzenden Gerhard Schöppler, dem Vorsitzenden Jürgen Beck, Kassier Heinz Ortner und Schriftführerin Angelika Beck schieden auch Franz-Josef Birzer nach 13 Jahren als stellvertretender Kommandant sowie Robert Lacher nach stolzen 34 Jahren an der Spitze der Feuerwehr aus ihren Ämtern aus.
In seiner Laudatio würdigte der Zweite Bürgermeister Martin Günther der Marktgemeinde Bechhofen die Verdienste von Robert Lacher. Er bezeichnete ihn als „Urgestein“ der Heinersdorfer Wehr, der sich in außergewöhnlicher Weise um die gesamte Gemeinde verdient gemacht habe. Lacher selbst blickte in seinem Resümee auf eine Ära zurück, die im März 1992 mit seiner Wahl zum Kommandanten begann. Zu den prägenden Meilensteinen seiner Amtszeit zählten die Planung und der Bau des Feuerwehrhauses in Fröschau ab 1994, das 1999 nach unzähligen Arbeitsstunden in Eigenleistung fertiggestellt wurde. Zeitgleich konnte damals eine neue Tragkraftspritze in Dienst gestellt werden. Lacher erinnerte zudem an das 125-jährige Feuerwehrjubiläum im Jahr 2005 mit der FFW Birkach, die Sanierung des Giebels 2006 sowie die Gründung der Damenfeuerwehr im Jahr 2014. Besonders hob er hervor, dass das Feuerwehrhaus mit dem angrenzenden Spielplatz und dem Ehrenmal heute den Mittelpunkt des Dorflebens bildet. Er dankte seinem Stellvertreter Franz-Josef Birzer für die loyale Zusammenarbeit seit 2013 und gab seinen Nachfolgern einen herzlichen Rat mit auf den Weg: Sie sollten das Werk in seinem Sinne weiterführen, dabei jedoch ihren ganz eigenen Stil entwickeln. Im Namen der ganzen Mannschaft dankte Franz-Josef Birzer dem scheidenden Kommandanten Lacher für dessen jahrzehntelangen Einsatz und überreichte seiner Frau und ihm einen Präsentkorb mit lokalen Schmankerln.
Foto/Text: Johannes Flierl





