41. Heideschau
Ganz im Zeichen des Andenkens an vier besondere Mitglieder stand der Jahresbeginn beim Kleintierzuchtverein (KTZV) Bechhofen und Umgebung: Die 41. Heideschau öffnete in der Heidehalle ihre Pforten für Besucherinnen und Besucher.
Bereits zum 20. Mal wurde die Ausstellung als offene Schau durchgeführt. Als Zeichen des ehrenden Gedenkens hatte man die Veranstaltung als Gedächtnisschau vier verstorbenen Mitgliedern gewidmet: Friedrich Engerer, Jürgen Krönert sowie Elfriede und Albert Lindner. Doch im Mittelpunkt standen ganz besonders die ausgestellten Vögel: Zu bestaunen gab es vor allem Hühner, Tauben und Wachteln, die mit ihrem Gackern, Krähen und Gurren eine passende Geräuschkulisse zur Eröffnung boten. Im Vorfeld wurden die 295 ausgestellten Tiere von einem vierköpfigen Preisrichterteam bewertet.
Man danke dem Veterinäramt des Landkreises Ansbach und ganz besonders namentlich dessen Leiter Dr. Ralf Zechmeister für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, wie KTZV-Vorsitzender Horst Maurer bei seiner Eröffnungsansprache bemerkte. Der Verein sei froh, die Schau auch unter den Vorzeichen der grassierenden Geflügelpest abhalten zu können.
Dies bekräftigte Landrat Dr. Jürgen Ludwig: An erster Stelle stehe der Schutz der Tiere. Er gab zu bedenken, dass Heimat vom Machen und nicht vom Zuschauen lebe. Hier täten sich die Kleintierzuchtvereine des Landkreises in besonderer Weise hervor.
Jürgen Nägelein aus Arberg nutzte die Gelegenheit, um ein letztes Mal als amtierender Bürgermeister des Marktes Arberg ein Grußwort an die Besucher der Heideschau zu richten. Markus Munzinger, Kreisvorsitzender aus Wittenbach, bekannte, dass man trotz vieler Sorgen eine bislang ungetrübte Schausaison erleben habe dürfen. Gleichwohl bereite ihm die bundesweit rückläufige Zahl an Geflügelzüchtern Verdruss. Kreisjugendwart Jürgen Nixel stellte eine Initiative des KTZV Bechofen vor, mit der man sich diesem Trend entgegenstellen möchte: Die Geflügelzüchter laden jugendliche Gemeindeglieder ein, Patenschaften für Rassegeflügel zu übernehmen. Ziel sei es, interessierte junge Menschen für dieses Hobby zu begeistern und niedrigschwellig an die Rassegeflügelzucht heranzuführen. Auf der vereinseigenen Zuchtanlage könnten Parzellen genutzt werden. Die Jugendlichen sollen von erfahrenen Tierfreunden begleitet werden. Die Kosten für Futter, die Parzelle, Ausstellungskosten und Impfungen übernähme der Verein, wie Jürgen Nixel betont. Grundsätzlich stünden Zwerghühner, Tauben und Ziergeflügel zur Verfügung. Interessierte könnten sich unter der Nummer 0179-6630084 melden.
Schirmherr und Bürgermeister Sven Waidmann eröffnete schließlich die 41. Heideschau. Er zollte Horst Maurer für dessen unermüdliches Engagement seine Anerkennung. Waidmann gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass möglichst viele die Gelegenheit nutzen würden, Einblicke in die „faszinierende Welt der Kleintierzucht“ zu erhalten. Die nächste Veranstaltung in der Heidehalle steht bereits fest: Am 6. Januar findet dort von 8:00 bis 11:00 Uhr ein Kleintiermarkt statt.
Foto/Text: Johannes Flierl






