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Gemeindeteile von Markt Bechhofen

Ein wichtiger Einschnitt in die Geschichte Bechhofens ist mit der Gebietsreform in den Jahren 1971 bis 1974
verbunden. Es wurden insgesamt 10 ehemalige Gemeinden in den Markt Bechhofen eingemeindet. So hat sich
Bechhofen mit seinen rund 6000 Einwohnern heute zu einem wirtschaftlichen Mittelpunkt des hiesigen
Siedlungsraumes entwickelt.
Im Zuge der Gemeindereform in Bayern wurden die Gemeinden Bechhofen, Großenried, Heinersdorf, Kaudorf,
Königshofen an der Heide, Liebersdorf, Mörlach, Sachsbach, Thann, Waizendorf und Wiesethbruck zur Gemeinde
Bechhofen zusammengeschlossen.
Heute besteht die Marktgemeinde Bechhofen aus 28 Ortsteilen.

Nachweis: Buch Markt Bechhofen und seine Gemeindeteile; Wikipedia

Aub

Der Weiler liegt auf freier Flur, von Bechhofen und Ornbau jeweils 5 km entfernt. Im Ort entspringt der Betzengraben, ein linker Zufluss der Altmühl, die etwa 400 m südlich verläuft.

Birkach

Das Dorf liegt in einer flachhügeligen Ebene am Gartenwiesgraben (im Unterlauf Ellenbachgraben genannt), der ein rechter Zufluss der Wieseth ist, und liegt mit dem im Osten gelegenen Röttenbach in einer Lichtung, die ringsum von Wald umgeben ist (im Norden Brandlach, im Südosten Schwarzholz genannt). Direkt nordöstlich grenzt das Flurgebiet Stockfeld an.

Burgstallmühle

Die Einöde liegt am rechten Ufer der Wieseth. Im Süden grenzt das Waldgebiet Ellenbach an, ca. 0,25 km östlich befindet sich ein Naturschutzgebiet.

Fröschau

Das Dorf liegt am Nordufer der Wieseth direkt dem Ort Heinersdorf gegenüber. Im Westen grenzt das Gewerbegebiet von Bechhofen an. Im Norden fließt der Bronnenwiesengraben, der 1,5 km weiter östlich bei Voggendorf als linker Zufluss in die Wieseth mündet.

Großenried

Bereits 1188 im Besitz der Hohenstaufer. Noch heute wird das Ortsbild durch den Kirchenbuck betont, auf dem sich einstmals das „Castrum“ befunden haben soll. In der Folgezeit gehörte Großenried zum Hochstift Eichstätt und behielt damit über die Reformation hinaus seine katholische Struktur. Bedeutend ist die Ausstattung seiner Pfarrkirche, deren Patron St. Laurentius auch die barocke Altmühlbrücke schmückt. Die Kirche selbst verwahrt einen schönen Bestand spätmittelalterlichen Kunstgutes. Das Epitaph der Anna Angelika von Eyb stammt aus der Werkstatt des berühmten Loy Hering. Vor der Kirche erinnert ein wuchtiges Wappen an die Herrschaft eines der bedeutendsten Eichstätter Bischöfe, nämlich des Wilhelm von Reichenau aus dem Jahre 1474, dessen Familie aus dem Gebiet des heutigen Marktes Bechhofen stammt. Den Freunden der Literatur ist Großenried deshalb vertraut, weil Johann Wolfgang von Goethe im Gasthaus „Zum Goldenen Engel“ übernachtete und sich durch die Begeisterung für ein junges Mädchen des Ortes den Unwillen der Dorfjugend zuzog. Zu Großenried gehörten die Gemeindeteile Kleinried (91), Weidendorf (89) und Aub (18).

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Heinersdorf

Den historischen Übergang über die Wieseth an der alten Straße von Ansbach nach Wassertrüdingen beherrschte Heinersdorf. Die frühere Gemeinde umfasste auch die Gemeindeteile Fröschau (75), Birkach (59),Röttenbach (37), Rottnersdorf (7) und Burgstallmühle (7) und bildet heute mit über 1000 ha das größte Jagdrevier des Marktes Bechhofen.

Kallert

Der Weiler liegt auf einer Hochebene, die gegen Norden ins Altmühltal abfällt. Der Ort ist unmittelbar umgeben von Ackerland, Grünland und kleineren Waldgebieten. Im Südwesten heißt die Flur Fürstenfeld, im Südosten Eisen. Ca. 0,75 km westlich liegt das Waldgebiet Esbach, ca. 0,75 km östlich der Burgerwald.

Kaudorf

Zum Kirchensprengel Thann-Sommersdorf gehörend, ist es durch seine markgräflich-ansbachische Geschichte ein protestantischer Ort, dem die Ortschaften Kallert (24) und Selingsdorf (40) zuzurechnen sind. Die Dörfer haben sich bis zum heutigen Tage ihre landwirtschaftliche Struktur bewahrt und profitieren von ihrer schönen Einbettung in Wald und Feld.

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Kleinried

Das Dorf liegt am Nordufer der Altmühl direkt dem Pfarrdorf Großenried gegenüber. Es liegt in einer flachhügeligen Ebene bestehend aus Grünland mit vereinzeltem Baumbestand und Ackerland. Im Nordwesten befindet sich der Mühlbuck (425 m ü. NN).

Königshofen an der Heide

Der Überlieferung nach ist der Gemeindeteil Königshofen a.d. Heide aus einem alten fränkischen Königsgut hervorgegangen. Im Mittelalter befand sich hier eine bedeutende Marienwallfahrtsstätte, deren Muttergottes aus dem 13./14. Jahrhundert zu den größten Kunstschätzen des Raumes gehört. Sie bewahrt unter anderem ein schönes Epitaph des Hans von Seckendorff, das ihn mit der Kette des berühmten Ansbacher Schwanenritterordens zeigt.

1565 kam der Ort an die Ansbacher Markgrafen und wurde protestantisch. Traurig berühmt wurde Königshofen a.d. Heide im 30jährigen Krieg, als plündernde Kroaten einen Teil der Bevölkerung zusammentrieben, in der Kirche einsperrten und den Bau anzündeten. Königshofen a.d. Heide brauchte viele Jahrzehnte, um sich davon zu erholen. Die Kirchenausstattung fiel zum größten Teil dem Schreckensjahr 1632 zum Opfer. Erst 1723 war die einst berühmte und für den Ort sehr große Wallfahrtskirche wieder renoviert. Trotzdem bezeugt der spätgotische Kirchenbau des 14. Jahrhunderts immer noch seine einstige Bedeutung, die ihn über den Rang einer Dorfkirche weit hinaushebt. Die alte Stellung Königshofens beweist auch die Pfarrei, die bis zum Beginn dieses Jahrhunderts einen wesentlichen Teil der heutigen Marktgemeinde Bechhofen betreute. Zu Königshofen a. d. Heide gehörten auch die Gemeindeteile Oberkönigshofen (24) und Weihermühle (7), sowie der landschaftlich schön gelegene und zum Baden erschlossene Krummweiher, der ein Beispiel für die interessante Weiherlandschaft bildet, wobei die unmittelbare Nähe der landschaftlich reizvollen Heide, eines der größten geschlossenen Waldgebiete Mittelfrankens mit wichtigen römischen Denkmälern, viel zur Anziehungskraft beiträgt.

Lettenmühle

Der Weiler liegt im Esbachtal. Im Norden liegt das Langfeld. Ca. 0,5 Kilometer westlich des Ortes erhebt sich der Lammelberg (472 m ü. NN), im Osten grenzt das Waldgebiet Esbach an.

Liebersdorf

Zum alten eichstättischen und damit katholischen Gebiet des Marktes Bechhofen zählt Liebersdorf, bis heute ausschließlich landwirtschaftlich strukturiert, an einer alten Straße, der Weinstraße, ruhig gelegen. An seine alten Beziehungen zum benachbarten Großenried erinnert die kleine Kapelle in der Ortsmitte.

Mörlach

Auch Mörlach gehört zu den einst bischöflich eichstättischen Gemeindeteilen Bechhofens. An der Altmühl gelegen, zeigt es mit seiner neugotischen Ortskapelle und seinen Bildstöcken unverändert den bäuerlichen Charakter. Mit Liebersdorf und Großenried bildet es eine althistorische katholische Pfarrei.

Oberkönigshofen

Unmittelbar nordöstlich des Weilers liegen die Neuweiher, die den Ochsengraben speisen, der ein linker Zufluss des Mühlgrabens ist, der wiederum ein rechter Zufluss der Wieseth ist. Gegen Nordosten fällt das Gelände leicht ab und besteht aus Acker- und Grünland. Die Flurgebiete werden Brändlein und Waltersbühl genannt. Ansonsten ist der Ort von Waldgebieten umgeben, im Westen der Mönchswald, im Südwesten die Bränd und im Südosten das Finsterholz.

Reichenau

Südwestlich des Dorfes entspringt der Esbach, der in seinem weiteren Verlauf eine Reihe von Weihern speist und zwei Kilometer weiter nördlich bei Sauerbach als rechter Zufluss in den Erlbach mündet (im Unterlauf Hechelschutzbach genannt), der wiederum ein rechter Zufluss der Altmühl ist. Im Südwesten grenzt das Waldgebiet Brand an, etwas weiter westlich liegen die Waldgebiete Löschenau und Baderschlag. Im Osten grenzt das Flurgebiet Tieffeld an.

Rohrbach

Das Dorf liegt am Südufer der Wieseth dem Ort Waizendorf direkt gegenüber, 1,5 km westlich von Bechhofen. Im Südwesten am Flinsterrangen schließt sich ein Waldgebiet an, ansonsten ist der Ort von Acker- und Grünland umgeben.

Röttenbach

Das Dorf befindet sich mit dem westlich gelegenen Birkach in einer Lichtung, die ringsum von Wald umgeben ist: im Nordwesten die Brandlach, im Westen das Schwarzholz, im Süden das Walterholz, im Osten das Schenkenholz und im Nordosten der Ellenbach. Der Rohrbach (im Unterlauf Ellenbachgraben genannt) speist die südwestlich des Ortes gelegenen Altweiher, schließlich die Röttenbachweiher, um die das Dorf gebaut ist, und mündet 2,5 km weiter nordöstlich in die Wieseth.

Rottnersdorf

Die Einöde liegt am Mühlgraben, der ein rechter Zufluss der Wieseth ist. Südlich des Ortes befindet sich der Rottnersdorfer Mühlweiher. Im Osten grenzt das Flurgebiet Kessel an, ca. 0,5 km südöstlich liegt das Waldgebiet Brandlach.

Sachsbach

Sachsbach ist den Kunstfreunden durch den schönen Altar aus seiner Vituskirche bekannt geblieben, der heute einen der Glanzpunkte im Feuchtwanger Heimatmuseum bildet. Die Kirche mit ihrem schönen Fachwerkturm ist ein Wahrzeichen der Marktgemeinde Bechhofen. Nur wenig entfernt liegt Reichenau (125), in dem ein mächtiger Burgstall auf den einstigen Sitz des gleichnamigen bedeutenden Geschlechts hinweist. Zu Reichenau mit seinem hübschen Landgasthaus „Zum Kreuz“ gehört auch der Weiler Lettenmühle (19).

Selingsdorf

Der Weiler liegt am Südhang des Altmühltals. Im Südosten grenzt der Burgerwald an, ca. 0,5 km nordwestlich liegt die Buckelwiesen, ca. 0,75 km westlich das Wannenfeld und ca. 0,5 km südlich das Flurgebiet Eisen.

Thann

Schon im 9. Jahrhundert wird Thann erwähnt, dessen Ortsherrschaft die reichsritterschaftlichen Freiherren von Crailsheim ausübten. Die altehrwürdige Peterskirche bietet sich heute im Kleid des Spätbarocks dar und birgt eine wertvolle 200-jährige Orgel des ansbachischen Landorgelmachers Georg Martin Gessinger. Zu Thann, das ebenfalls einen wuchtigen Burgstall aufweist, gehört auch das auf der nördlichen Altmühlseite gelegene Winkel (95).

Voggendorf

Durch das Dorf fließt der Bronnenwiesengraben, der unmittelbar südlich als linker Zufluss in die Wieseth mündet. Der Ort liegt in einer flachhügeligen Ebene bestehend aus Grünland mit vereinzeltem Baumbestand und Ackerland. Im Nordwesten wird die Flur Langer Morgen genannt, im Nordosten Heide und im Osten Lämmerwasen. Im Süden jenseits der Wiese befindet sich ein Naturschutzgebiet.

Waizendorf

Früherer Verwaltungsschwerpunkt des Bechhofener Raumes war der Gemeindeteil Waizendorf, wo einstmals der markgräfliche Verwalter des gleichnamigen Amtes saß und hier einem eigenen Gericht vorstand. Das alte historische Schlösslein, von dem eine Zeichnung noch vorhanden ist, wurde um 1885 abgerissen. Heute zeigen sich Waizendorf und Rohrbach (74) als zwei um die Wiesethbrücke zusammengewachsene Ortsteile mit gemischter landwirtschaftlicher-industrieller Struktur.

Weidendorf

Das Dorf liegt am rechten Ufer der Altmühl. Im Westen steigt das Gelände leicht an. Dort befinden sich die Stockäcker.

Weihermühle

Unmittelbar südwestlich der Einöde befindet sich der Weihermühleweiher und der Krummweiher, der zum Badeweiher erschlossen wurde. Die Weiher werden vom Mühlgraben gespeist, der ein rechter Zufluss der Wieseth ist. Im Süden grenzt das Pfaffenholz an. Dort erhebt sich auch der Geißbühl (ca. 452 m ü. NN).

Wiesethbruck

An einem historischen Übergang über die Wieseth gelegen. Ein Grenzstein des 18. Jahrhunderts bezeichnet noch heute die Stelle, an der die Gebiete der Ansbacher Markgrafen und der Bischöfe von Eichstätt mitten in der Gemeinde aufeinander trafen. Nur wenige Meter davon erhebt sich die historische Mühle, eine der schönsten barocken Mühlenbauten des südlichen Frankens. Zur Gemeinde Wiesethbruck zählte auch der Gemeindeteil Voggendorf (160), der nach dem 2. Weltkrieg Bedeutung erlangte, als in den Jahren 1945–57 bis zu 1.000 Vertriebene vorübergehend hier eine Heimat fanden. Zur Erinnerung wurde in der Ortsmitte eine Gedenktafel mit aufschlussreichen Informationen und Erläuterungen aus dieser Zeit aufgestellt.

Winkel

In einem Weiher südwestlich des Dorfes entspringt der Karlsgraben, der ein linker Zufluss der Altmühl ist. Im Norden grenzt die Steinbachforst an, im Nordosten das Waldgebiet Ratzengarten. Im Südosten liegt das Winklerfeld, ca. 0,5 km im Osten die Brünstlein.