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Markt Bechhofen

Lokale Nachrichten & Berichte

Artikel vom 28.05.2020

Laurent Koch wird katholischer Pfarrer von Bechhofen, Großenried und Burgoberbach

Nach fünfjährigem auswärtigen Wirken kehrt Laurent Koch an seine früheren Einsatzstellen zurück. Hier war er von 2010 bis 2014 als Kaplan in den katholischen Pfarreien Bechhofen, Großenried und Burgoberbach tätig, bevor er dann in Monheim seine neue Stelle angetreten hatte.

Nun wurde er von Bischof Gregor Maria Hanke zum Pfarrer von Bechhofen, Großenried und Burgoberbach berufen. Seinen Dienst wird er im September antreten. Er wird seine Wohnung im Bechhöfer Pfarrhaus beziehen. In Bechhofen bleibt auch weiterhin Gemeindereferent Robert Bayer, während Kaplan Thomas Rose im Pfarrhaus von Burgoberbach lebt.

Der 42-jährige Pfarrer Laurent Koch wuchs mit drei Geschwistern in der Gegend von Rottweil in Baden-Württemberg auf. Nach dem Besuch der Realschule hatte er sich im Elektrohandwerk ausbilden lassen. Nach einem Seminar für Spätberufene besuchte er das Priesterseminar, das er 2008 beendete. Bis 2010 war er dann als Kaplan in Lauterhofen bei Neumarkt in der Oberpfalz tätig.

Am 24. April 2010 wurde er zum Priester geweiht. Danach war er vier Jahre lang unter dem Burgoberbacher Pfarrer Klaus Gruber in den hiesigen Pfarreien als Kaplan tätig, bis er nach Monheim wechselte. Inzwischen ist er Pfarrvikar. Nun freut er sich auf seine neue Tätigkeit in den drei Nachbarpfarreien des Pfarrverbandes „Burgheide“.

Da er hier als Kaplan tätig war, ist ihm der neue Wirkungskreis nicht fremd. Auch kann er sich noch an viele Pfarrangehörige erinnern. Der bisher in Bechhofen tätige Pfarrvikar Ulrich Schmidt wird ab September Pfarrer in Wassertrüdingen sein.

Heimatvertriebener Horst Tschernitschek schenkt dem Markt Bechhofen sein „Großenrieder Unterhaltungsspiel“

Obwohl inzwischen 75 Jahre seit Ende des Zweiten Weltkriegs vergangen sind, wirft die Nachkriegszeit noch immer ihre Schatten voraus. Das gilt besonders für jene Menschen, die ihre Heimat verloren haben und hier ansässig geworden sind. Während die Heimatvertriebenen aus Schlesien und anderen Ostgebieten schwerpunktmäßig im Flüchtlingslager Voggendorf ein Zuhause fanden, wurden die aus dem Sudetenland stammenden neuen Mitbürger meist bei Landwirten in den Dörfern untergebracht, so im Raum von Bechhofen besonders in Großenried, Sachsbach und Königshofen.

Einer von ihnen war Horst Tschernitschek aus Trautenau in Nordböhmen. Mit seinen Eltern und deren zwei kleinen Kindern war er zu Ostern 1946 von den Tschechen ohne Hab und Gut abgeschoben worden. Die Familie wurde im Haus Nummer 25 in Großenried untergebracht. Das ist das heute noch stehende ehemalige Amtshaus am nördlichen Ortsausgang unmittelbar neben der Altmühlbrücke.

Die eifrigen Bildungsbemühungen von Horst Tschernitschek waren erfolgreich, indem er noch im November 1946 in Bamberg einen Studienplatz erhielt. Wie er rückblickend berichtet, waren die Heimatvertriebenen trotz ihrer Mittellosigkeit bemüht, sich gegenseitig zu Weihnachten und Geburtstagen oder anderen Anlässen mit Geschenken zu erfreuen.

Da er kreativ veranlagt war, entwickelte und bastelte er als Geschenk das „Großenrieder Unterhaltungsspiel“. Nachdem dieses Spiel nun über 70 Jahre unbeschadet überstanden hat und häufig zum Zeitvertreib der Bevölkerung gedient hatte, kam Horst Tschernitschek auf die Idee, das Spiel als „historischen Zeitzeugen“ der Marktgemeinde Bechhofen zu schenken. Bürgermeister Helmut Schnotz zeigte sich überrascht und erfreut über diese originelle Geschenkidee, durch die einmal mehr das Sprichwort bestätigt worden sei „Not macht erfinderisch“.

Mit seinem Dank an den Spender verband der Bürgermeister die Zusicherung, dem Spiel einen ehrenvollen Platz im Rathaus zuzuweisen. „Es ist unvorstellbar, wie man zur Kriegszeit mit primitiven Mitteln wertvolle Dinge herstellen und damit leben konnte“, meinte Schnotz. Beim Großenrieder Unterhaltungsspiel handelt es sich um Karten mit Fragen und Antworten, womit die Beteiligten seinerzeit viele Stunden und ganze Abende verbrachten und dabei Gemeinschaft pflegten. „Es ist „ein Zeugnis der Zeitgeschichte“, wurde bei der Übergabe hervorgehoben.

Der heute 96-jährige Horst Tschernitschek war nach erfolgter Ausbildung im Staatsdienst als Richter und Dozent an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg tätig. Im vergangenen Jahr feierte er mit seiner Frau in der oberfränkischen Stadt die diamantene Hochzeit. Über die Aktivitäten der Heimatvertriebenen wurde auch von ehemaligen Bewohnern des Voggendorfer Flüchtlingslagers berichtet. Da selbst Briefumschläge seinerzeit Mangelerzeugnisse waren, öffneten die Postempfänger betont vorsichtig ihre erhaltenen Briefe, um die Kuverts umzulegen, neu zusammenzukleben und dann wieder als Umschlag zu verwenden. Da es jedoch an Klebstoff mangelte, bereitete man aus Mehl und Wasser einen sogenannten „Mehlpapp“ zu, der als notdürftiger Kleber diente.

Musikbegabte Lagerbewohner besorgten sich alte ausgediente Instrumente, um damit bei Gemeinschaftsabenden Musik zu machen. Dabei stimmten die Mitbewohner mit ihren Stimmen lautstark ein. Das war besonders dann der Fall, wenn vertraute Heimatlieder gesungen wurden, wie das Riesengebirgslied oder das Schlesierlied „Wir seh‘n uns wieder, mein Schlesierland - wir seh‘n uns wieder am Oderstrand“.

Trotz der Trostlosigkeit bestand bei vielen Menschen noch die Hoffnung, die alte Heimat wiederzusehen. Doch machte der bald schon einsetzende „kalte Krieg“ die Zuversicht zunichte. Ein älterer Lagerbewohner hatte großes Talent zum Malen.  Auf Zeichenpapier fertigte er Glückwunschkarten an, wobei er mit gewöhnlichen Buntstiften Blumen, Tiere und andere Motive entstehen ließ. Die Arbeiten wurden dann zu einem Postkartenformat zurechtgeschnitten und gingen dann in den Versandt an Geburtstagsjubilare oder andere Interessenten.

Erstaunlich wurde im Lager trotz der schweren Zeit viel gefeiert, was zu einem guten Miteinander zwischen den Lagerbewohnern und der einheimischen Bevölkerung beigetragen hat. Nicht zu vergessen ist das kirchliche Engagement, das beide Konfessionen pflegten und das den leidgeprüften Menschen Kraft und Halt vermittelte.

Zu den Tanzabenden im Lager kamen auch jeweils viele Jugendliche aus den Orten der Umgebung. Dabei lernten sich viele Paare kennen, so dass es bald Hochzeiten zwischen Vertriebenen und Einheimischen gab. Viele davon konnten jetzt in den letzten Jahren ihr goldenes oder diamantenes Ehejubiläum feiern.

Kindergartenausstellung in Königshofen

Unter dem Thema „Kunst mit Kindern“ stand das Kindergartenjahr 2019/2020 in Königshofen. „Dabei konnten die Kinder mit all ihren Sinnen ‚Kunst‘ erleben, erfahren und sich damit beschäftigen“, erläuterte die Leiterin Susanne Bergmann das Konzept bei der im Münster stattgefundenen Präsentation der angefertigten Werke.

Ursprünglich hatte man die Arbeiten bei einer Kunstausstellung im Pinsel- und Bürstenmuseum von Bechhofen der Öffentlichkeit zeigen wollen, doch machte diesem Ansinnen die Coruna-Krise einen Strich durch die Rechnung, wie die Kindergartenleiterin bedauernd feststellte. So habe man das Projekt in einer kleineren Version durchgeführt. Zu den zunächst entwickelten Ideen habe beispielsweise auch die Gestaltung eines „Hundertwasserhauses“ gehört, gab Susanne Bergmann zu verstehen

Nachdem Pfarrer Michael Weber als Ausstellungsort das Münster angeboten hatte, in dem gegenwärtig keine Gottesdienste stattfinden, waren die jungen Künstler begeistert, ihre Werke dort in dem Altarraum ausstellen zu dürfen. An der Aktion hatten sich Kinder von einem bis sechs Jahren beteiligt.

„Es ist eine gelungene Ausstellung“, kommentierten die ersten Besucher die vielen Bilder- und Bastelarbeiten. „Die Kinder sind stolz darauf, ihre Werke in würdigem Rahmen der Öffentlichkeit vorstellen zu dürfen“, freut sich Susanne Bergmann mit ihren Schützlingen.

Die jetzt eröffnete Kunstausstellung des Königshofener Kindergartens kann bis Mitte Juli im Münster von jedermann besichtigt werden. „Die Ergebnisse können sich jedenfalls sehen lassen“, war die Meinung der ersten Ausstellungsbesucher. Neben den entwickelten‚Aktivitäten diente die Aktion den Kindern zur Erforschung eigener Kreativitäten. Dadurch konnten sie experimentieren und dabei neue Ideen entwickeln, stellte die Kindergartenleiterin resümierend fest. Nun freut man sich auf eine entsprechende Resonanz durch die Bevölkerung.

„Bechhofen hilft sich“

 „Wir helfen uns in und um Bechhofen“. Unter diesem Slogan wurde in der Marktgemeinde angesichts der Corona-Krise ein Hilfsdienst ins Leben gerufen, durch den Menschen unkompliziert in ihrer gegenwärtigen Situation geholfen werden soll.

Die unter dem Thema „Bechhofen hilft sich“ stehende Aktion wurde vom Markt Bechhofen, von den evangelischen Kirchengemeinden Bechhofen und Sachsbach, von der evangelischen Jugend des Dekanatsbezirks und von Daniel Zellfelder mit seiner Einrichtung „Contexted“ gegründet.

Sie wendet sich in erster Linie an hilfebedürftige Gemeindebürger, die älter als 65 Jahre sind, allein oder unter Quarantäne leben, an chronischen Krankheiten oder einem geschwächten Immunsystem leiden beziehungsweise durch Krankheit das Haus nicht mehr verlassen können.

Die angebotenen Hilfsdienste umfassen beispielsweise eine Weiterleitung von Rezepten in Apotheken, die Erledigung von Noteinkäufen und - sofern möglich – auch das Organisieren von Spaziergängen mit Hunden. Der Hilfsdienst ist jeweils am Montag, Mittwoch und Freitag von 10 bis 12 Uhr unter der Rufnummer 09822 / 60 45 65 erreichbar.

Wie die Diakonin Anke Himmel jetzt mitteilte, sei die Aktion inzwischen gut angelaufen. Wer mithelfen möchte, könne unter www.bechhofen-hilft-sich.de mehr über das aktuelle Projekt erfahren, hieß es.

Bürgermeister Helmut Schnotz sieht in der Aktion eine willkommene Nachbarschaftshilfe. „Dadurch solle kein Bürger in dieser schweren Zeit allein gelassen werden.“ Dankbar äußerte sich das Gemeindeoberhaupt über die Initiativen der Nachbarschaftshilfe in Mörlach durch den Dorfgemeinschaftsverein und der Nachbarschaftshilfe in Königshofen durch den dortigen Fußballclub „Heide“. Er appellierte an die Bevölkerung, sich nach den jeweiligen Möglichkeiten an der Hilfe in dieser schweren Zeit zu beteiligen und dankte allen Bereitwilligen für ihren Einsatz.

Motorsportclub Bechhofen

In eifriger Vorarbeit hatte der Motorsportclub (MSC) Bechhofen das Abhalten einer Kulinarischen Automeile am 24. Mai dieses Jahres vorbereitet, ein entsprechendes Programm ausgearbeitet und eine Vielzahl von Händlern zur Mitwirkung bewegt. Diese Bemühungen für eine attraktive Show in Bechhofen wurden nun durch die Corona-Krise zunichtegemacht.

Darüber ist besonders der MSC-Vorsitzende Ralph Beck enttäuscht, der sich mit einem Team auf ein besonderes Ereignis in der Marktgemeinde gefreut hatte. Er dankte allen Beteiligten für ihren bisherigen Einsatz. Die Arbeit sei allerdings nicht vergeblich gewesen, denn die Show wolle der MSC als Attraktion für die Marktgemeinde im nächsten Jahre nachholen, kündigte Ralph Beck an.

Wie der Vorsitzende mitteilte, sei der Saisonstart der Motorsportler heuer bereits wieder erfolgreich gewesen. Einzelheiten darüber werde er demnächst bekannt geben. Trotz der Corona-Krise und durch eine restriktive Ausgabenpolitik seien die Finanzen des Vereins in Ordnung, gab Ralph Beck bekannt. Er dankte dem Kassier Wolfgang Binder und allen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen der durchgeführten Veranstaltungen beigetragen hätten.

Die in der Zukunft anstehenden Veranstaltungen ließen sich derzeit noch nicht detailliert bezeichnen. Doch habe der Verein wieder einige Aktionen geplant. Beck nannte beispielsweise einen Grillabend im Herbst und das erneute Durchführen einer Touristikfahrt. Einzelheiten darüber würden noch rechtzeitig bekannt gegeben, kündigte der Vereinsvorsitzende an.

Deutsches Pinsel-und Bürstenmuseum

Eigentlich sollte das Jahr 2020 für das Pinsel-und Bürstenmuseum in Bechhofen ein besonderes Jahr mit vielen Höhepunkten werden. Die Grundlage dafür haben die Verantwortlichen 2019 gelegt, indem sie bei der Landesgartenschau in Wassertrüdingen mit einer gelungenen Präsentation bei einem großen Interessentenkreis Werbung für die in Deutschland einzigartige Fachausstellung betrieben hatten.

„Diesen Schwung, den wir das letzte Jahr erlebt haben, wollten wir in das Jahr 2020 hineintragen“, stellte der Geschäftsführer des Museumsvereins, Hans Zahn, jetzt fest, indem er den Jahresplan mit vielen Veranstaltungen und Höhepunkten vorstellte. „Durch die Corona-Krise ist das meiste davon inzwischen allerdings hinfällig geworden. Deshalb spricht Hans Zahn bereits jetzt von einem „verlorenen Jahr“, in dem die ersten Höhepunkte bereits fest eingeplant waren beziehungsweise schon hätten stattfinden sollen.

Beispielsweise wollte sich gleich zu Saisonbeginn der Kindergarten von Königshofen mit einer Bilderausstellung in der Museumsgalerie präsentieren. Diese wurde bereits abgesagt. Beteiligen wollte sich das Museum an der vom Motorsportclub am 24. Mai geplanten und nun ausfallenden Kulinarischen Automeile.

Auch war die Verleihung des Silbernen Künstlerpinsels an der Bechhöfer Kirchweih im Juli vorgesehen. Ebenso wurde eine geplante Malreise in die französische Partnerstadt Le Blanc mittlerweile hinfällig. „Wir hatten zahlreiche Ideen entwickelt und viel Arbeit für die Vorbereitung aufgewendet“, gibt der Geschäftsführer enttäuscht zu verstehen.

„Nun ist alles für den Papierkorb und wir haben auch nach Lockerung der Einschränkungen und in den Folgejahren kaum noch die Möglichkeit, unsere Planungen realisieren zu können“, äußerte sich Hans Zahn pessimistisch. Im Übrigen befinde sich das Museum mit seiner Organisation in einem gewissen Dilemma. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter seien inzwischen über 60 Jahre alt, die meisten davon schon über 70 und einige sogar schon über 80. Ihnen sei man für ihren ehrenamtlichen Dienst über viele Jahre hinweg zu großem Dank verpflichtet. Dennoch wisse man nicht, wie es auf längere Sicht weitergehen soll.  Auch die Besuchergruppen, die mit Bussen nach Bechhofen kommen, hätten jeweils ein Durchschnittsalter von 70 bis 80 Jahren, gibt Hans Zahn zu bedenken.

Zwar existiere das Museum nicht allein von den Eintrittsgeldern, doch stellten die Einzelgäste und Gruppen neben ihrem finanziellen Beitrag eine wichtige ideelle Bereicherung durch Mundwerbung für das Museum dar, meint der Geschäftsführer. Allerdings sieht Hans Zahn in der gegenwärtigen Korona-Situation eine Möglichkeit, dass in Zukunft Menschen wieder mehr das Miteinander suchen und Gemeinschaft pflegen, was gegenwärtig vielen wegen der bestehenden Einschränkungen schmerzlich abhandengekommen sei.

Einen Lichtblick sieht Zahn auch in der Lockerung der verfügten Einschränkungen. Ob von der umfangreichen Planung einige Museumsvorhaben noch heuer in die Tat umgesetzt werden können, sei allerdings fraglich, gibt er zu verstehen. Vorgesehen waren auch bundesweite Malkurse im Rahmen der Sommerakademie.

Beteiligen wird sich das Museum jedoch wieder an der Bechhöfer Lichternacht im November. Eine Bilderausstellung der Hobbymaler ist auch wieder geplant. Schließlich wird am dritten Adventssonntag unter dem Thema „Kunst und Kultur“ zu einem Kaffeenachmittag von 14 bis 17 Uhr in das Museum eingeladen.

Pfarrerin Elfriede Bezold-Löhr verlässt die evangelischen Kirchengemeinden Sommersdorf und Thann

Nachdem Pfarrer Hans Löhr vor einigen Jahren in den Ruhestand getreten ist und die Pfarrstelle der evangelischen Kirchengemeinden Sommersdorf und Thann mit Sitz in Sommersdorf seiner Frau Elfriede Bezold-Löhr übergeben hatte, wird nun auch sie mit Wirkung vom August 2020 ihren Dienst hier beenden.

Es wird dann voraussichtlich sechs Monate dauern, bis ein neuer Pfarrer oder eine neue Pfarrerin die Stelle übernimmt. Wie Pfarrerin Bezold-Löhr ihre Gemeindeangehörigen jetzt vorab informierte, müssten während der Vakanzzeit die Gottesdienste in ihrer Anzahl reduziert werden. Damit alle Dienste durch Vertretungen abgedeckt werden können, habe der Kirchenvorstand inzwischen entsprechende Regelungen für die „pfarrerlose Zeit“ beschlossen.

Demnach werde weiterhin an jedem zweiten, vierten und fünften Sonntag im Monat ein Kirchengottesdienst stattfinden. Dieser werde künftig um 9.30 Uhr wechselweise in der Sommersdorfer Schlosskirche oder in der Thanner Peterskirche abgehalten. Für Taufen würden einmal monatlich an einem Samstag besondere Taufgottesdienste anberaumt, bei denen möglicherweise mehrere Kinder gemeinsam getauft werden.

Wie Pfarrerin Bezold-Löhr weiter mitteilte, werden Trauungen von den Pfarrstelleninhabern der Nachbargemeinden übernommen, was auch für Beerdigungen gelte. Die Pfarramtsführung werde Pfarrerin Simone Sippel aus Weidenbach innehaben.

Die Verabschiedung von Pfarrerin Elfriede Bezold-Löhr werde in einem Gottesdienst am Sonntag, 19. Juli, um 10 Uhr im Freien auf der Schlosswiese in Sommersdorf stattfinden, Dabei würden auch die neuen Konfirmanden der Gemeinde vorgestellt. Anschließend werde zu einem Mittagessen und nachfolgenden Kaffeetrinken eingeladen.

Zur evangelischen Pfarrstelle Sommersdorf gehören auch die protestantischen Christen von Burgoberbach sowie die der Kirchengemeinde Thann mit ihren vielen Außenorten, die sich bis nach Kaudorf, Winkel und Mörlach verteilen. Das Pfarrbüro befindet sich in Sommersdorf, Haus Nummer 5. Dort ist die Pfarramtssekretärin Karin Oberseider jeweils am Dienstag von 9.30 bis 12.30 Uhr, am Mittwoch von 12 bis 16 Uhr und am Donnerstag von 12 bis 17 Uhr erreichbar.

Das Pfarramt hat die Telefonnummer 09805 / 648. „Eine Vakanzzeit ist für jede Kirchengemeinde eine Herausforderung; gemeinsam bereiten wir diese schon jetzt intensiv vor, um sie gut zu gestalten“, meinte Pfarrerin Bezold-Löhr nun in ihren Mitteilungen an die Pfarrangehörigen.

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