GROSSENRIED(579 Einwohner) Bereits 1188 im
Besitz der Hohenstaufer. Noch heute wird das Ortsbild durch den Kirchenbuck
betont, auf dem sich einstmals das „Castrum“ befunden haben soll. In der
Folgezeit gehörte Großenried zum Hochstift Eichstätt und behielt damit über
die Reformation hinaus seine katholische Struktur. Bedeutend ist die
Ausstattung seiner Pfarrkirche, deren Patron St. Laurentius auch die barocke
Altmühlbrücke schmückt. Die Kirche selbst verwahrt einen schönen Bestand
spätmittelalterlichen Kunstgutes. Das Epitaph der Anna Angelika von Eyb
stammt aus der Werkstatt des berühmten Loy Hering. Vor der Kirche erinnert
ein wuchtiges Wappen an die Herrschaft eines der bedeutendsten Eichstätter
Bischöfe, nämlich des Wilhelm von Reichenau aus dem Jahre 1474, dessen
Familie aus dem Gebiet des heutigen Marktes Bechhofen stammt. Den Freunden
der Literatur ist Großenried deshalb vertraut, weil Johann Wolfgang von
Goethe im Gasthaus „Zum Goldenen Engel“ übernachtete und sich durch die
Begeisterung für ein junges Mädchen des Ortes den Unwillen der Dorfjugend
zuzog. Zu Großenried gehörten die Gemeindeteile
Kleinried (91), Weidendorf (89) und
Aub (18). |
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HEINERSDORF(95 Einwohner) Den historischen
Übergang über die Wieseth an der alten Straße von Ansbach nach
Wassertrüdingen beherrschte Heinersdorf. Die
frühere Gemeinde umfasste auch die Gemeindeteile Fröschau (75), Birkach (59),
Röttenbach (37),
Rottnersdorf (7) und Burgstallmühle (7)
und bildet heute mit über 1000 ha das größte Jagdrevier des Marktes
Bechhofen. |
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KAUDORF(78 Einwohner) Zum
Kirchensprengel Thann-Sommersdorf gehörend, ist es durch seine
markgräflich-ansbachische Geschichte ein protestantischer Ort, dem die
Ortschaften Kallert (24) und
Selingsdorf (40) zuzurechnen sind. Die Dörfer
haben sich bis zum heutigen Tage ihre landwirtschaftliche Struktur bewahrt
und profitieren von ihrer schönen Einbettung in Wald und Feld. |
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KÖNIGSHOFEN A.D. HEIDE(1097 Einwohner) Der Überlieferung nach ist der Gemeindeteil Königshofen a.d. Heide aus einem alten fränkischen Königsgut hervorgegangen. Im Mittelalter befand sich hier eine bedeutende Marienwallfahrtsstätte, deren Muttergottes aus dem 13./14. Jahrhundert zu den größten Kunstschätzen des Raumes gehört. Sie bewahrt unter anderem ein schönes Epitaph des Hans von Seckendorff, das ihn mit der Kette des berühmten Ansbacher Schwanenritterordens zeigt. |
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1565 kam der Ort an die Ansbacher Markgrafen und wurde protestantisch. Traurig berühmt wurde Königshofen a.d. Heide im 30jährigen Krieg, als plündernde Kroaten einen Teil der Bevölkerung zusammentrieben, in der Kirche einsperrten und den Bau anzündeten. Königshofen a.d. Heide brauchte viele Jahrzehnte, um sich davon zu erholen. Die Kirchenausstattung fiel zum größten Teil dem Schreckensjahr 1632 zum Opfer. Erst 1723 war die einst berühmte und für den Ort sehr große Wallfahrtskirche wieder renoviert. Trotzdem bezeugt der spätgotische Kirchenbau des 14. Jahrhunderts |
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immer
noch seine einstige Bedeutung, die ihn über den Rang einer Dorfkirche weit
hinaushebt. Die alte Stellung Königshofens beweist auch die Pfarrei, die bis
zum Beginn dieses Jahrhunderts einen wesentlichen Teil der heutigen
Marktgemeinde Bechhofen betreute. Zu Königshofen a. d. Heide gehörten auch
die Gemeindeteile Oberkönigshofen (24) und
Weihermühle (7), sowie der landschaftlich schön
gelegene und zum Baden erschlossene Krummweiher, der ein Beispiel für die
interessante Weiherlandschaft bildet, wobei die unmittelbare Nähe der
landschaftlich reizvollen Heide, eines der größten geschlossenen Waldgebiete
Mittelfrankens mit wichtigen römischen Denkmälern, viel zur Anziehungskraft
beiträgt. |
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LIEBERSDORF(118 Einwohner) Zum alten eichstättischen und damit katholischen Gebiet des
Marktes Bechhofen zählt Liebersdorf, bis heute ausschließlich
landwirtschaftlich strukturiert, an einer alten Straße, der Weinstraße,
ruhig gelegen. An seine alten Beziehungen zum benachbarten Großenried
erinnert die kleine Kapelle in der Ortsmitte. |
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MÖRLACH(118 Einwohner) Auch Mörlach gehört zu den einst bischöflich eichstättischen
Gemeindeteilen Bechhofens. An der Altmühl gelegen, zeigt es mit seiner
neugotischen Ortskapelle und seinen Bildstöcken unverändert den bäuerlichen
Charakter. Mit Liebersdorf und Großenried bildet es eine althistorische
katholische Pfarrei. |
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SACHSBACH(348 Einwohner) Sachsbach ist den
Kunstfreunden durch den schönen Altar aus seiner Vituskirche bekannt
geblieben, der heute einen der Glanzpunkte im Feuchtwanger Heimatmuseum
bildet. Die Kirche mit ihrem schönen Fachwerkturm ist ein Wahrzeichen der
Marktgemeinde Bechhofen. Nur wenig entfernt liegt
Reichenau (125), in dem ein mächtiger Burgstall auf den einstigen
Sitz des gleichnamigen bedeutenden Geschlechts hinweist. Zu Reichenau mit
seinem hübschen Landgasthaus „Zum Kreuz“ gehört auch der Weiler Lettenmühle (19). |
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THANN(134 Einwohner) Schon im 9.
Jahrhundert wird Thann erwähnt, dessen Ortsherrschaft die
reichsritterschaftlichen Freiherren von Crailsheim ausübten. Die
altehrwürdige Peterskirche bietet sich heute im Kleid des Spätbarocks dar
und birgt eine wertvolle 200-jährige Orgel des ansbachischen
Landorgelmachers Georg Martin Gessinger. Zu Thann, das ebenfalls einen
wuchtigen Burgstall aufweist, gehört auch das auf der nördlichen
Altmühlseite gelegene
Winkel (95). |
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WIESETHBRUCK(158 Einwohner) An einem historischen Übergang über die Wieseth gelegen. Ein
Grenzstein des 18. Jahrhunderts bezeichnet noch heute die Stelle, an der die
Gebiete der Ansbacher Markgrafen und der Bischöfe von Eichstätt mitten in
der Gemeinde aufeinander trafen. Nur wenige Meter davon erhebt sich die
historische Mühle, eine der schönsten barocken Mühlenbauten des südlichen
Frankens. Zur Gemeinde Wiesethbruck zählte auch der Gemeindeteil Voggendorf (160), der nach dem 2. Weltkrieg
Bedeutung erlangte, als in den Jahren 1945–57 bis zu 1.000 Vertriebene
vorübergehend hier eine Heimat fanden. Zur Erinnerung wurde in der Ortsmitte
eine Gedenktafel mit aufschlussreichen Informationen und Erläuterungen aus
dieser Zeit aufgestellt. |
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WAIZENDORF(104 Einwohner) Früherer Verwaltungsschwerpunkt des Bechhofener Raumes war der Gemeindeteil Waizendorf, wo einstmals der markgräfliche Verwalter des gleichnamigen Amtes saß und hier einem eigenen Gericht vorstand. Das alte historische Schlösslein, von dem eine Zeichnung noch vorhanden ist, wurde um 1885 abgerissen. Heute zeigen sich Waizendorf und Rohrbach (74) als zwei um die Wiesethbrücke zusammengewachsene Ortsteile mit gemischter landwirtschaftlicher-industrieller Struktur. |
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